Barcelona: Ein Traumort für Architektur-Liebhaber

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Die Hauptstadt von Katalonien ist etwa so groß, wie Hamburg in Deutschland und sehr lebendig. Als Heimat von Antonio Gaudi ist Barcelona natürlich eine Kunststadt. Kaum noch irgendwo findet man so eine Vielzahl von märchenhaften Häusern, jedes davon ist ein Kunststück und ein Ausdruck der wilden kindlichen Phantasie des Architekten.

Mit ihrer Lage an der Küste des Mittelmeeres bietet Barcelona auch Strandurlaub. Im Sommer steigt die Anzahl an Touristen nicht nur wegen Temperatur hoch, sondern auch, weil Barcelona ein populärer Anhaltspunkt für Kreuzfahrtschiffe ist.

Katalanisch ist die zweite Amtssprache, aber die Touristen haben kein Problem, mit Castellano, dem traditionellen Spanisch, oder Englisch rumzukommen.

La Sagrada Familia

Barcelona ist Gaudí und Gaudí ist Barcelona. Der phantasievoller mutiger Architekt hat der Stadt sein unverwechselbares Gesicht gegeben.  

Das unbestrittene Stadtwahrzeichen ist natürlich la Sagrada Familia. Der Dom ist ein Zeuge von mehreren Epochen, also trägt er in sich nicht nur die Spuren von Gaudís ungezähmter Fantasie. Im Jahr von Gaudís Tod, 1926, war nur ein Viertel von dem Bau fertig und er gilt immer noch als unvollendet. Vielleicht macht das diese Konstruktion auch einzigartig, im Unterschied zu anderen Bauten, transportiert sie nicht den Eindruck von Stabilität, sondern von Bewegung und ständiger Entwicklung und drückt damit den Spirit der modernen lebendigen Stadt von Barcelona am besten aus.  Die Bauarbeiten werden schon lange nur von Spenden finanziert, und auch das macht dieses Meisterwerk zu einem richtigen „Kind“ der Stadt, das geliebt und ständig versorgt werden muss.

Den Baustil von la Sagrada Familia ist schwierig in einem Wort zu erfassen, obwohl der oft als Neogotik bezeichnet wird. Paul Goldberger beschreibt La Sagrada Familia als „die außergewöhnlichste persönliche Interpretation von Gotik seit dem Mittelalter“, da so viel von Gaudís persönlicher Vorstellung da reingefloßen ist.

La Pedrera

La Pedrera, auch als Casa Mila bekannt, Gaudís letzter Profanbau vor La Sagrada Familia, ist ein Anziehungspunkt für die Touristen, wird von den Einheimischen doch eher kühl angenommen, so etwas wie der Eiffelturm bei den Parisern.  Und dabei genießt La Pedrera schon seit 1984 den Status als UNESCO Weltkulturerbe. Bei La Pedrera benutzte Gaudi sein typisches drei-Innenhöfe-System: Dass jedes Zimmer vom Licht durchflutet und gut belüftet ist, war wichtig. Also, ging es dem genialen Architekten nicht nur darum, einen freien Lauf seiner Phantasie zu lassen, sondernauch einen guten durchdachten Wohnungsraum für die Menschen zu schaffen. Das Haus ist somit ein Meisterwerk, nicht nur im Sinne Kunst, sondern auch im Sinne vom praktischen Design.

Die Touristen begeistert natürlich vor allem die Außengestaltung von La Pedrera, die wie andere Bauten von Gaudi, die Natur nachzuahmen versucht. Es gibt bei dem Haus nämlich keine einzige gerade Linie. Fantasievolle Figuren schmücken die Fassade und lassen das Gebäude so etwa wie ein Sandburg erscheinen.

Strände in Barcelona

Wer nach dem Besuch von Gaudis märchenhaften Gebäuden kreativ werden möchte, kann am nächstgelegenen Strand einen wirklichen Sandburg bauen. Da muss man sich vorstellen, bis zu 1992 war es gar nicht möglich – da es in der Stadt keine Strände gab! Diese wurden erst zu den Olympischen Sommerspielen angelegt. Jetzt lädt die Stadt nicht nur zu einer Kulturreise, sondern auch zur Entspannung am Meer.

Barcelona liegt am Mittelmeer und hat 4,5 lange Küste.

Einer der beliebtesten Strände ist Barceloneta, und das nicht zuletzt wegen seiner Erreichbarkeit. In direkter Nähe ist die gleichnamige Metrostation. Und wenn ihr lieber einen Spaziergang genießt, anstatt sich in die unterirdische Welt zu begeben – dann ist der Strand von jedem Punkt der Altstadt aus nur in 30 Minuten zu erreichen.

Park Güel

Wenn es für euch lieber im Grünen, als am Strand entspannen lässt, dann führen alle Wege zum Park Güel, wo sich die Inspiration mit außergewöhnlichen Kunstformen und die Entspannung in der Natur vereinen.

Bereits an dem Todestag von Antonio Gaudí geöffenet, lädt der Park die Besucher ein, in seine Fantasiewelt einzutauchen. Fasziniert mit Naturformen und Barockstil, schmückte Gaudí seine Bauten mit einem detailreichen bunten Ornament. Als Highlight des Parks gilt eine lange mit Mosaik verzierte Bank in Form eines Meeresungeheuers.

Museo Picasso in Barcelona

Ein anderer Künstler, der fest in Verbindung mit Barcelona steht ist der weltberühmte Pablo Picasso. Museo Picasso in Barcelonas Altstadt hat eine Sammlung von mehr als 4000 Werke des Künstlers. Zu der Zeit seiner Eröffnung war Museo Picasso das erste Museum der Welt, der ausschließlich dem Picasso gewidmet ist. Das Museum steht als Ausdruck der besonderen Beziehung von Picasso zu der Stadt von Barcelona, die bereits in seinen jungen Jahren angefangen hat und bis zu seinem Tod verlief.

So lässt sich Barcelona am Besten entdecken

Die Sehenswürdigkeiten der Stadt sind wirklich kaum zu zählen, und wenn man sich Zeit lässt, entdeckt man immer was Neues, was nicht mehr auf den Seiten jedes Reiseführers nicht anzutreffen ist. Wenn man sich bei der Erkundung der Stadt eher überraschen lässt, als nur beschrittene Wege geht, da ist man am besten zu Fuß unterwegs. Schneller geht es natürlich mit dem Fahrrad. Mit ihren Radwegesystem hat Barcelona eine gute Infrastruktur für Radfahrer und mieten kann man das Fahrzeug an mehreren Stationen in der Stadt. Das öffentliche Verkehrssystem ist auch übersichtlich. Da gibt es sogar ein Metro.

Barcelona ist traumhaft. Ein Ausdruck von Gaudis Träumen, kann die Stadt auch fast jeden Traum von euch erfüllen – ob ihr euch in einer grünen Oase entspannen oder in den sanften Wellen des warmen Meeres treiben möchtet, Kunst bewundern oder einen Anlauf auf zahlreiche Modedesigner-Läden machen wollt – alles steht euch hier zu Verfügung!